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Zehndreizehn

Lese ein Buch über Konstruktivismus, um hinter den Begriff “Autopoiese zu steigen. “Während bei Selbstorganisationsprozessen, wie sie in computersimulierten, komplexen Systemen oder bei dissipativen Strukturen zu beobachten sind, ein System seine vorgegebenen Elemente zu einer Struktur ordnet, organisieren autopoietische Systeme nicht nur ihre eigenen, internen Strukturen, sondern sie produzieren auch die Elemente, aus denen die Strukturen gebildet werden… Was konstant bleibt, ist das (abstrakte) Muster der Prozesse, die dafür sorgen, dass die Elemente reproduziert und in eine bestimmte Relation zueinander gebracht werden, das heißt, ihre Organisation.”
Und dann: “Die radikal konstruktivistische Position vertritt nicht die Auffassung, dass es beliebig ist, welches Weltbild konstruiert wird. Der Wahrheitsanspruch ist zwar aufgegeben, nicht aber der Unwahrheitsanspruch.”
Aus: Fritz B. Simon, Einführung in Systemtheorie und Konstruktivismus.
Das ist ein richtig guter Anfang. Noch mal alles in Frage stellen. Darauf verzichten, für wahr zu halten, was man von sich gibt und wie man die Welt betrachtet.