Sie redet gern mit Leuten, hört zu, fragt nach. Sie kann Wörter aufschreiben – daher kennen wir uns. Und sie mag Partys. Aus all dem zusammen sind interessante Jobs geworden.
Anke bringt Worte aufs Papier und organisiert so gut wie jede Veranstaltung – kleine feine und große laute. Das kann sie wirklich gut und bis jetzt sind ihr die Ideen nicht ausgegangen.
Innovative und attraktive Projekte in den Bereichen Internet, Multimedia, Corporate Design und digitale Fotografie. Kein Mangel an Ideen – die Lösungen individuell und einzigartig. Von der Projektkoordination bis zur Produktionsabwicklung – alles im Angebot. Birgit Bernt bricht immer wieder auf. Während ich noch Angst vor dem Fliegen habe, ist sie schon fortgereist, um eine Idee ins Leben zu fotografieren.
Bücher schreiben ist das eine. Aber ohne eine gute Literaturagentin bleiben die Bücher in der Schublade und kommen nie auf den Ladentisch. Gudrun hat mein erstes Buch verkauft, mein zweites und mein drittes. Sollte ich ein viertes schreiben, baue ich auf sie. Sie ist gut. Sie ist professionell. Sie ist sympathisch und klug. Außerdem spricht sie schwedisch. Ich nicht. Aber ich höre die Sprache gern.
Hat mich vom ersten Augenblick an beeindruckt, wie sie das scheinbar Unerklärbare erklärt. Zum Beispiel so:
… in einem Unternehmen gehört: „Was war das denn für eine Präsentation!“
… danach gehört: „Ja, eine 20minütige Präsentation.“
„Mach‘s doch besser.“
„Ich habe es vermasselt.“
„Öööh, … zum Thema Kommunikationsstrukturen, oder?“
„Ich hab’s eben drauf“.
Heike Faust ist Systemischer Business Coach. Man könnte auch Prozessberaterin sagen. Leute wie sie arbeiten lösungsorientiert, sind kreativ und gehen immer von der Sicht des Kunden aus. Außerdem weiß Heike, wie man Denkblockaden löst, wenn man unbedingt eine neue Idee braucht. Das beruhigt mich.
Als wir noch bei der Tageszeitung zusammen arbeiteten, war sie meist die schnellste, wenn es ans Recherchieren ging. Beim Reden auch. Beides ist bis heute so geblieben. Fakten zusammentragen, schnelle und umfassende Recherche, den Leuten Informationen aus der Nase ziehen – Ina Krauß ist ein Recherchewunder. Außerdem versteht sie was von Mode – von Haus aus sozusagen.
Außerdem meine Schwester, mit der ich schon manches schöne Projekt gemacht habe. Geheimwaffe – seltsames Wort übrigens – ist sie für so sperrige Themen wie Personalmarketing oder Projektmanagement. Alles Erfahrungen, die sie in zehnjähriger Arbeit in einem großen Unternehmen gesammelt hat. Ich kenne keine, die so gut Struktur ins Chaos bringen kann, wie Ina. Ihr Büro für gute Ideen mit dem schönen Namen „wege“ bringt Licht ins Dunkel. Sie weiß fast immer, wo das Ende des Tunnels ist.
„Ruhe bitte für eine Minute Atmo!“ Mit Rico beim Dreh zu sein hieß, irgendwann müssen wir alle mal die Klappe halten, damit er seine Töne aufnehmen kann, mit denen sich später beim Schneiden Löcher füllen ließen. Durch Rico weiß ich überhaupt erst, was ein Tonloch ist. Und irgendwann habe ich festgestellt, dass der Tonmeister mit veritabler Soap-Erfahrung auch gute Fotos macht. Aber das ist eine andere Geschichte.
Henry Cartier Bresson spricht in der Fotografie immer vom einen entscheidenden Moment. Den gilt es einzufangen, zu finden, festzuhalten. Das stimmt sicher, sonst würde man nicht heute immer noch davon sprechen und seine Fotos wertschätzen. Doch Menschen zu porträtieren ist auch immer eine Suche nach den Momenten dazwischen. Die eigentlich nicht so gedachten, vielleicht doch anders und nicht in der richtigen Stimmung oder grade nur nicht so ganz präsenten Momente. Dafür ist man vielleicht mehr bei sich selbst. Augenblicke in denen etwas passiert, das nach außen strahlt. Und manchmal auch mit dem Mut, „out of focus“ zu sein.
Inzwischen lehrt sie an einer Filmschule in Köln. Ich habe sie als Kamerafrau kennengelernt und wir haben zusammen kleine Filmchen gemacht. Seit vielen Jahren ist Sibylle verheiratet mit einem Kameramann, der ebenfalls tolle Bilder macht und Dieter Stürmer heißt. Seitdem weiß ich: Monoberufliche Beziehungen können gut gehen. Sibylle macht inzwischen Filme von und für Menschen, die ihren Nachfahren erzählen wollen, wie es ist und war – das Leben. Das ist eine schöne Idee.
Schönes Design, das war der Anfang unserer Kooperation. Industriedesignerinnen eignen sich besonders gut für brauchbare Grafik. Aus Ulrike Hesse ist die Lieblingsgrafikerin, aus ihrem Unternehmen Coxorange eine Kreative Gesellschaft geworden. Soweit ich weiß, wächst der Apfel auf ihrem Grundstück in der Uckermark. Unser Lieblingsprojekt: Zusammen eine schöne Zeitschrift machen. Oder einen neuen Internetauftritt für die tollen Weckgläser von Herrn Weck. Der weiß noch nichts von seinem Glück. Aber wir arbeiten dran.
In Ahrenshoop haben wir uns in einem himmelblauen Künstlerhaus eine Terrasse geteilt. Ich habe Wörter aufgeschrieben, Ute hat gemalt und war auf der Suche nach dem einen und einen Blau. Über dieses eine und eine Blau haben wir abends geredet, während der Himmel schwarz und der Wein immer besser wurde. Später habe ich ihren „Roten Ozean“ gesehen und in einer Ausstellung in Rostock ihre rote „Himmelstreppe“. Dieses Rot, habe ich gedacht, ist aber auch das eine und eine.